Die Projekte Philosophischer Gesprächskreis

Archiv Gesprächskreisprotokolle: 2001


1980 | 1981 | 1982 | 1983 | 1984 | 1985 | 1986 | 1987 | 1988 | 1989
1990 | 1991 | 1992 | 1993 | 1994 | 1995 | 1996 | 1997 | 1998 | 1999
2000 | 2001 | 2002 | 2003 | 2004 | 2005 | 2006 | 2007 | 2008 | 2009
2010 | 2011 | 2012 | 2013 | 2014 | 2015 | 2016 | 2017


Zyklus Das Maß des Menschen (Fortsetzung vom Herbst 2007)
Beiträge hierzu von Leo Allmann:
Maß und persönliche Freiheit
Literatur zum Thema

Zyklus Die Frage nach der Wirklichkeit


Das Maß des Menschen


Ankündigung

Seit dem Herbst 2000 beschäftigen wir uns mit Aspekten des menschlichen Selbstverständnisses, wie sie sich z.B. aufgrund der Neuen Technischen Möglichkeiten für menschliche Zukunft regeben:

Das Maß des Menschen

lautet (in Anlehnung an Protagoras) unser Ausgangspunkt. Die Diskussion wird sich im weiteren bewegen zwischen den Fragen: Welchen Menschen brauchen die Menschen? Welchen Menschen lassen wir noch zu? Machen Menschen Menschen? Ist der artgerechte Mensch ein akzeptables Ziel?

Diskussionsverlauf ab Januar 2001

Position angeben für das Maß des Menschen
- Maß als Mitte, innerer Kern; braucht es da 'Mitte'? Beiläufigkeiten, die entscheiden
- Problematik der Freiheit: Wie kann ich Maß angeben für freies Wesen? Oder: Nur scheinbar frei, naturgesetzliche oder transzendente Präformierungen
> Konflikt um Ort des Maßes und Konflikt um unseren Status
Bspl. Gesundheit: Regel und individuelle Beiläufigkeit, die bedeutsam ist.

Freiheit: Damit umzugehen. Freiheit: Daß ich mich bewußt einlasse auf Bedingungen. Problem dabei: Manipulationen, Gehirnwäsche. Völlige Bewußtheit gibt es wohl nicht. Wäre die für Freiheit nötig, oder ergibt sich Freiheit 'nach bestem Wissen und Gewissen', also nicht aus absolutem Wissen? Freiheit als Einsicht in Bedingtheit?

Vermittlung aus Distanz und Sich-Einlassen (> Mitte) (als wesentliches Kriterium des Maßes) als Kriterium der Freiheit
Risikoweg der Freiheit; 'Sich die Freiheit nehmen': sich selbst vs. dem anderen
Freiheit als Grundgegebenheit oder Ziel?
Inflation im Gebrauch des Begriffs Freiheit

Maß und Zustimmung: Was ist mir anerkennenswert? Andererseits: Was wird so hingenommen?

Maß in Bezug auf Verhalten und in Bezug auf Erkennen.

Grund der Möglichkeit für Maßüberschreitung?
Misere dessen, was immer wieder mit 'Du sollst!', 'Wir müssen ...' angefangen hat (weist hin auf ein fehlendes Maß).
Aspekt der Ästhetik: Genauigkeit des 'Auf etwas achten'.

Unermeßlichkeit des Maßes des Menschen für Einzelnen wie Menschheit.
Glück als Zielbegriff?

Bedeutung der Kommunikation beim Finden des Maßes?
Kommunikative Vernunft – These: Vernunft ist das Maß
Gegen z.B. Watzlawik (Kommunikation dient im Normalfall der Aufrechterhaltung der Neurosen): Indem wir alles mögliche – z.B. unsere Neurosen – bedenken, stärken wir gerade die Rationalität, wollen alles noch so unwichtige, verdeckte etc. aufklären.

Diskussion zum Naturrecht

(Der erste Absatz: Protokoll von Rainer Bader)

Das "Maß des Menschen" in seiner Verbindung zum Thema des Naturrechts: ein Recht, das sich in der "Natur der Dinge" gründet, in seinen Formen zurückgeführt auf Gott und/oder die Natur des Menschen und deren wechselndes historisches Verständnis - etwa im Willen zur Selbsterhaltung oder in der Vernunftnatur des Menschen.
Naturrecht und Glück: Selbstverwirklichung - ein "Seinkönnen", das innerhalb eines naturrechtlich verfügten Miteinanders (in einem anspruchsvollen Sinn) seinen Ort sucht und findet.
Naturrecht und Menschenrechte: das Recht auf Leben und körperliche Unversehrtheit – bis hin zur Problematik der Alimentation und Zwangsalimentation.
Arbeit und Selbstverwirklichung: ein unversöhnlicher Gegensatz innerhalb der postindustriellen Gesellschaft? Arbeit als Qual und Last oder als Möglichkeit, sich selbst zu "finden".
Philosophie als Lebenshilfe? Als Hilfe, sich zu verwirklichen?

Auseinandersetzung zur Frage nach dem, was sich menschlicher Verfügbarkeit entzieht, Naturrecht im Gegensatz zum positiven Recht.
Kritik am Naturrecht: Zunächst in Natur (des Menschen) hineingelegt, was dann Rechtsgrundlage und -verbindlichkeit. In der Epoche der Aufklärung sogar: Naturrecht wird als Vernunftrecht interpretiert.
Knackpunkt: Scheint vordergründig, daß auch das Natrurrecht menschengemacht.
Jedoch: Sich um Aspekt des Naturrechts bemühen heißt, sich um Rechtsgrundlage bemühen, die einen Verhalt als natürlich ('vernünftig', 'selbstverständlich' erscheinen läßt. Es geht hier um die vertikale Richtung der Rechtfertigungssuche (gegenüber der diskursiv-horizontalen).


Frage nach der Wirklichkeit


Ankündigung

Im Herbstzyklus haben wir einen neuen Begriff in der philosophischen Reflexion, wir befassen uns mit der:

Frage nach der Wirklichkeit

Es wird gehandelt vom Bild von der Wirklichkeit, von der Erkennbarkeit überhaupt, von der möglichen Radikalität in den Kontroversen um 'Wirklichkeitsverständnisse', von der (Naturforscher-analogen) Frage nach der Wirkung des (philosophischen) Beobachters auf die beobachtete Wirklichkeit, von gefundener und/oder erfundener Wirklichkeit und von wirklich noch vielem mehr. Zeigt dies bei Ihnen Wirkung?

Diskussionsverlauf

Die Ereignisse in New York am Tage zuvor bestimmten als 'faktum brutum' den Einstieg in den Zyklus zur Frage nach der Wirklichkeit. Gegen die Grundsatzthese von der medialen Herstellung aller Wirklichkeit stand die Vehemenz der puren Live-Berichterstattung oder der Augenzeugenberichte. Die Erlebnisse des 'Das kann doch nicht wahr sein' drängten zu der Frage, warum denn Wirklichkeit oder Realität oder die Tatsachen (die Trennung der Begriffe ist noch ungeklärt) sich uns Heutigen oftmals mehr in der Skepsis und in ihrem vermittelten (störend?) Charakter zeigen, denn in der Authentizität im Sinne von Glaubwürdigkeit.
Im weiteren rankte sich die Diskussion dennoch um den Begriff Wirklichkeit als gemachter Wirklichkeit. Was aber heißt dies: Kann man Wirklichkeit und gemachte Wirklichkeit gleichsetzen? Wie ist die mediale Komponente der Wirklichkeit zu verstehen, wenn wir bei 'medial' nicht ausschließlich an die Massenmedien denken? Heißt gemachte Wirklichkeit dann z.B. auch sinnliche Wirklichkeit?
Erste Begriffsabgrenzungsversuche erbrachten eher Parallelen: Daß etwas nicht der Wirklichkeit entspricht, meint doch soviel wie: es entspricht nicht den Tatsachen, oder es ist nicht wahr.
Wirklichkeit sei aber insgesamt wohl weiter zu verstehen, als bisher besprochen: Wirklichkeit wirke. Daraus entwickelte sich die These: Vor der Wirklichkeit kann ich die Augen verschließen, aber ich komme an ihrer Wirkmächtigkeit nicht vorbei. Hieraus wiederum assoziierten sich die Möglichkeiten der Wirklichkeitsmanipulation (z.B. Don Quichotte), also auch die Frage nach dem Unterschied von Wirklichkeit und dem Umgang des Einzelnen mit ihr.
Drei Fragestellungen sollen die weitere Diskussion anregen:
- Wie steht es um die Problembegriffe Vermittlung (Medium), Konstruktion, Herstellung, Erzeugung in Bezug auf den Wirklichkeitsbegriff?
- Wird in unserer Mediengesellschaft Wirklichkeit nur noch im Horizont der (Massen-)Medien verstanden? Erhalten diese selbst den vorrangigen Wirklichkeitsstatus?
- Ist Wirklichkeit alles, was ist, auch alles, was ich wahrnehmen kann; oder ist Wirklichkeit 'unabhängig' von der Wahrnehmung wesentlich geprägt durch Wirkmächtigkeit, und nicht alles, das ist, ist auch bereits wirklich?

Im weiteren wurde Wirklichkeit als 'hergestellte Wirklichkeit' assoziiert mit Vernunft und Sinngebung. Der Wirklichkeitsbegriff sei außerdem zweck- und optimierungsgebunden für den jeweiligen 'Benutzer'. Es wäre deshalb auch angeraten, einen allgemeinen Wirklichkeitsbegriff - eine 'übergeordnete' Wirklichkeit, der man sich im Wirklichkeitsverständnis nach und nach annähern könnte - beiseite zu lassen.
Ein Exkurs beschäftigte sich mit dem Kausalitätsbegriff, wo mit Hume gefragt wurde, ob nicht die 'Dinge' nacheinander und nicht wegen einander geschehen; daß z.B. auch zwischen Vorgeschichte und Ursache unterschieden werden solle (ebenso wie zwischen Bedingung und Ursache).
Zurückkehrend zur Ausgangsposition der Wirklichkeit als 'hergestellter' lautete die Abschlußfrage: Welcher Art ist die Bezogenheit/Teilhabe der Weise 'Wirklichkeit'?

Wirklichkeit scheint erst und allein in dem Moment diskutables Thema zu werden, wo die Frage gestellt wird, wie wir sie denn aufnehmen. Erst als mit Bedeutung belegtem Faktum, mit Bedeutung belegter Tatsache wird Wirklichkeit, so die These. Die Ebene der Fakten oder Tatsachen – diese Begriffe wurden mehr oder minder synonym verwandt – stellt selbst ein Erkenntnisproblem dar, so daß wir es bei der Sicht beließen, Fakten seien Sachverhalte, bezüglich denen große Übereinstimmung herrsche, "so ist es".

Verschiedene Mehrdeutigkeiten des Wirklichkeitsbegriffs wurden durchgesprochen:
Subjekt und Objekt: Es scheint doch weitverbreiteter Wunsch zu sein (evtl. insbesondere in den Wissenschaften), letztlich doch eine objektive Aussage zu Objekten zu erreichen.
Facts and models: Während 'facts' einem breiten Konsens entstammen, stellen 'models' die Verhältnisse zwischen diesen facts her und machen, so die These, das eigentliche Wirklichkeitsverständnis aus. (Verweist auch auf das Spannungsfeld Praxis – Theorie)
Form und Inhalt: Modelle haben die Form dessen, wofür sie Modell sein sollen, decken sich aber nicht mit dem Inhalt der Tatsachen.
Realität und Aktualität: Erst im Zusammenspiel beider Komponenten wird Wirklichkeit lebendig, wird zum Ereignis.

Wirklichkeit wurde diskutiert als einerseits gegenwärtiger Moment, der unter Umständen gar nicht wahrgenommen werden kann, weil bis zum Wahrnehmungsereignis der Tatsache bereits Zeit vergangen ist (Vergangenheit aber nicht mehr wirklich ist, sondern nur unsere Erinnerung an sie gegenwärtig ist). Andererseits umfaßt Wirklichkeit die Gesamtheit von Welt.
Wirklichkeit (als Ereignis) scheint sich auf einem Sockel oder Fundament des Faktischen zu erheben, in diesem Darüberhinaus zu aktualisieren.

Drei Zugänge zum Wirklichkeitsverständnis scheinen unterscheidbar :
- realistische Sicht auf Wirklichkeit (objektiv, wertfrei)
- idealistische Sicht (vom Bewußtsein ausgehend)
- skeptische, postmoderne, ästhetische Sicht

These: Wirklichkeit scheint immer mit Wertung zu tun zu haben (weil ich das Bewußtsein nicht herausnehmen kann). Psychologisch könnte interpretiert werden: wenn ich das Bewußtsein versuche herauszunehmen, eine Neutralität herzustellen, dann deshalb, weil ich reagiere auf die Wirklichkeit, die eigentlich traurige und leidvolle Wirklichkeit ist.
Die Frage nach der Wirklichkeit, so eine anschließende These, sei immer Frage nach der Bedeutung von Wirklichkeit. Diese These wurde in Verbindung gesetzt zum wirkenden Wirklichkeitsaspekt: Ist aber dabei das Wirkliche das Bewirkte oder das Wirkende?

Eine Abgrenzung des Wirklichkeitsbegriffs zum Begriff des Ereignisses: Wirklichkeit steht in Bezug auf Dinge, Ereignis in Bezug auf Geschehen.

Wo ist Wirklichkeit maximal? Und was bedeutet diese Frage?
Wirklichkeit scheint weder im Moment der Unmittelbarkeit noch (deutlich später) in der Mittelbarkeit maximal zu sein, sondern dann, wenn sie noch aktuell und schon real ist.
Was wir nicht wissen, (noch) nicht wahrnehmen (können), ist das (auch) Wirklichkeit? Oder ist es anders zu benennen?
Vom realistischen Standpunkt aus (s.o.): Vergangenheit als geronnene Wirklichkeit ('wird schon vorbeigehen'); vom idealistischen Standpunkt aus: Zukunft als das, wo Wirklichkeit zu sich kommt ('alles wird gut').
Demgegenüber aber Favorisieren von partikularer Wirklichkeit in Gegenwart. Wirklichkeit als 'Abbild eines Wunsches', daß es einen Sinn gibt.
Was macht es möglich, Wirklichkeit zu verfehlen (wenn das realistische oder idealistische Wirklichkeitsverständnis als unzutreffend kritisiert wird)?
Es entwickelte sich nun – gegenüber den vorhergehenden Abenden – eine verstärkte Tendenz, Wirklichkeit in ihrem Aspekt des Feststehenden, Vorgegebenen zu verstehen. Wahrnehmung könne dies verfehlen. Doch es gibt Versuche, über die Konstruktionen (von Wirklichkeit) auf Wirklichkeit hinauszuschauen.
Wirklichkeit sei das, worüber wir ständig Annahmen machen.

Der Versuch der Verbindung der Aspekte lautet: Wirklichkeit ist Einheit von Realität und Aktualität, gekoppelt mit Erfahrung (Hegel)
Warum ist 'Aktualität' so wesentlich? Kommt von 'actus' : Wirksamkeit, Handlung; weiter als 'jetzt Geschautes'.
Wesentlicher Begriff ist 'gekoppelt'.

Kontroverse These: Am wirklichsten ist die Vergangenheit. Am ehesten greifbar ist Wirklichkeit in der Vergangenheit. Es gibt objektive Wirklichkeit.
Warum aber so wenig Zutrauen zum Subjekt, das doch erst wahrnimmt und dann erst konstatiert: das ist / war wirklich. (Subjektivität weniger als Färbung denn als Lichtung.) - Bühnenbeispiel: Schauen auf die Bühne und das gebotene Spiel entläßt Bühne selbst als Nebensächliches (Subjektivität ist Bühne, Plattform, die offen ist für alles).
Wenn immer von Subjekt auszugehen ist, so heißt das nicht, daß damit bereits der höchste Wirklichkeitsstatus gesetzt ist (kann auch Tor zu höherer Wirklichkeit sein).
Konträr: Kierkegaard: Die einzige Wirklichkeit, von der ich nicht nur weiß, ist meine eigene, daß ich bin.
Gibt es eine Wirklichkeit ohne Menschen (ohne mich)? Ja und Nein. Verwenden Begriff für zwei unterschiedliche Aspekte: Wirklichkeit als Vorgegebenes, Wirklichkeit als Überzeugung von der Bedeutung durch Beobachtung.

Der Versuch der Verbindung der Aspekte lautet: Wirklichkeit ist Einheit von Realität und Aktualität, gekoppelt mit Erfahrung (Hegel)
Warum ist 'Aktualität' so wesentlich? Kommt von 'actus' : Wirksamkeit, Handlung; weiter als 'jetzt Geschautes'.
Wesentlicher Begriff ist 'gekoppelt'.

Kontroverse These: Am wirklichsten ist die Vergangenheit. Am ehesten greifbar ist Wirklichkeit in der Vergangenheit. Es gibt objektive Wirklichkeit.
Warum aber so wenig Zutrauen zum Subjekt, das doch erst wahrnimmt und dann erst konstatiert: das ist / war wirklich. (Subjektivität weniger als Färbung denn als Lichtung.) - Bühnenbeispiel: Schauen auf die Bühne und das gebotene Spiel entläßt Bühne selbst als Nebensächliches (Subjektivität ist Bühne, Plattform, die offen ist für alles).
Wenn immer von Subjekt auszugehen ist, so heißt das nicht, daß damit bereits der höchste Wirklichkeitsstatus gesetzt ist (kann auch Tor zu höherer Wirklichkeit sein).
Konträr: Kierkegaard: Die einzige Wirklichkeit, von der ich nicht nur weiß, ist meine eigene, daß ich bin.
Gibt es eine Wirklichkeit ohne Menschen (ohne mich)? Ja und Nein. Verwenden Begriff für zwei unterschiedliche Aspekte: Wirklichkeit als Vorgegebenes, Wirklichkeit als Überzeugung von der Bedeutung durch Beobachtung.

Der Versuch der Verbindung der Aspekte lautet: Wirklichkeit ist Einheit von Realität und Aktualität, gekoppelt mit Erfahrung (Hegel)
Warum ist 'Aktualität' so wesentlich? Kommt von 'actus' : Wirksamkeit, Handlung; weiter als 'jetzt Geschautes'.
Wesentlicher Begriff ist 'gekoppelt'.

Kontroverse These: Am wirklichsten ist die Vergangenheit. Am ehesten greifbar ist Wirklichkeit in der Vergangenheit. Es gibt objektive Wirklichkeit.
Warum aber so wenig Zutrauen zum Subjekt, das doch erst wahrnimmt und dann erst konstatiert: das ist / war wirklich. (Subjektivität weniger als Färbung denn als Lichtung.) - Bühnenbeispiel: Schauen auf die Bühne und das gebotene Spiel entläßt Bühne selbst als Nebensächliches (Subjektivität ist Bühne, Plattform, die offen ist für alles).
Wenn immer von Subjekt auszugehen ist, so heißt das nicht, daß damit bereits der höchste Wirklichkeitsstatus gesetzt ist (kann auch Tor zu höherer Wirklichkeit sein).
Konträr: Kierkegaard: Die einzige Wirklichkeit, von der ich nicht nur weiß, ist meine eigene, daß ich bin.
Gibt es eine Wirklichkeit ohne Menschen (ohne mich)? Ja und Nein. Verwenden Begriff für zwei unterschiedliche Aspekte: Wirklichkeit als Vorgegebenes, Wirklichkeit als Überzeugung von der Bedeutung durch Beobachtung.