Die Projekte Philosophischer Gesprächskreis

Archiv Gesprächskreisprotokolle: 2008


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Zyklus Worauf können wir uns verlassen? 2 (Fortsetzung vom Herbst 2007)
Zyklus '¿Kunst?'.


Worauf können wir uns verlassen?


Ankündigung

Es scheint, dass wir uns im Alltäglichen immerzu auf etwas verlassen, obwohl über die heutige Zeit doch weitläufig geurteilt wird, man könne – womöglich gar: man solle sich auf nichts mehr verlassen.
Da wir hiermit noch so gar nicht im Reinen sind, fragen wir im ersten Zyklus 2008 zunächst noch weiter:

Worauf können wir uns verlassen?

Sicherlich finden auch Sie gute Gründe, sich den Beliebigkeiten zu entziehen und sich an unserer Diskussion zu beteiligen.

Diskussionsverlauf

Verlassen als 'Austritt' > Vertrauen auf Äußeres
Zwei Wortfelder – gibt es Zusammenhang? 'Brückenwort: überlassen

Loslassen; Stressfreiheit, Zulassen

Verlassenheit / Verlässlichkeiten

Axiom: Dass etwas ist; alles andere ist unsicher

Das meiste, worauf man sich verlässt, ist unbewusst
hinterfragen; aber auch 'ablegen', was mich 'zu bewusst' beschäftigt
brauche Fixpunkte, aber auch Beweglichkeit

engl. Entsprechung: to relay > Religion

Verlässlichkeit > Glaube > Glück?

Vernunftdominanz bezüglich Verlässlichkeit ist 'Schnee von gestern'
fundamentale Bedeutung von 'Gefühl'
'Ich verlasse mich auf mein Gefühl' > Daimonion

philosophisch: Strukturen denken, nicht Inhalte denken
Erkenntnistheorie: Unter welchen Bedingungen empfinde ich etwas als wahr?

Welches Gefühl korrespondiert mit 'Sich-verlassen-können'?

'Ich weiß, dass ich nichts weiß' bringt Sicherheit als 'Ich kann hinterfragen, bin nicht ausgeliefert'

Philosophie gegen Verlässlichkeitsmonismus

Beliebigkeit (Individualismus der Verlässlichkeit) und Allgemienverbindlichkeit
beides gilt, aber Polarität soll nicht aufgemacht werden
typische Verlässlichkeit: Schnittmenge aus 'alles anzweifeln' und 'alles monistisch erklären'

Vorurteil ein anderes Wort für das, worauf wir uns verlassen?
Negative Konnotation
vor-gefunden oder selbst erarbeitet
Vorurteil als Vor-laufen (nicht (Vor-läufig) > Ideologie

Bedeutung des Entschlusses im Entwurf

Kann ich mich darauf verlassen, dass es eine 'reine Technik' gibt?
Kann ich mich darauf verlassen, dass es ein Naturinteresse im Sinne von: 'Der Natur ist es egal, ob es Menschen gibt' gibt?

Verantwortlichkeit
Bedeutung des Verlässlichen zur Exculpierung vs. Verlässlichkeit des Gefühls vom eigenen freien Willen

Existieren wir aus einer Ordnung heraus?
Ordnet das Denken dies nur nach?
'Objektivationen sind unsere Projektionen' als Erkenntnis der Philosophiegeschichte
Paradigmenwechsel durch 'an die Ränder meiner Existenz gehen'
Paradigmen ernähren sich aus Nützlichkeit

These: Wir verlassen uns auf unsere Fähigkeiten
ein Hoch auf die Fachleuteschaft

Jedes System hat Paradigma, Axiom
Dies ist unabhängig von immanenter logischer, methodischer oder sonstiger Strenge
Dieses Paradigma ist logisch, methodisch nicht begründbar, sondern begründet jegliche Methodik, Logik, wie stringent oder diffus diese auch sein mag
Auf dieses Paradigma will und soll man sich verlassen können
Was ist das Paradigma?

Verlassen, vertrauen auf 70-80%iges, nicht auf 100%iges

Kann man sich auf wissenschaftliche Studien verlassen? (Nein)

Ich kann nicht meine eigene Determiniertheit beweisen

Problem der Vorbilder, die oftmals nicht authentisch sind

In Bezug auf das Beispiel 'ethischer Tiefe' in der Konstruktion von Hollywood-Serien:
'Die ganzen Religionen mussten doch aus Europa weg' (in der Phase der Aufklärung)
Ist der Inhalt in Ordnung, wenn die Instrumentalisierung bekannt ist?
Bedeutung der regulativen Ideen

Vorbilder

Vorbild / Idol - Sinnbild
persönlicher Bezug zum Vorbild ist wichtig
Zugehörigkeitsgefühl und Identifikation

Auf Idol-sein kann man hinarbeiten; Held ist man in einer Situation

Vorbild als Orientierung für eigene Entscheidung – keine Selbstaufgabe bzw. Verleugnung meiner selbst

Inflation an 'Helden' > Kritik an Langweiligkeit des Verlässlichen > Kritik an Traditionalismus, Fundamentalismus (wild leben)
'Terror der Optionen'

Ausklammern der Bezugspersonen (Eltern) als Vorbild, bis man sie evtl. für bestimmte Aspekte als Vorbilder ergreift

These. Ein Vorbild ist eine menschliche Utopie

Wird das Vorbild gesucht oder bietet es sich an (erscheint und wird ergriffen)?

Rituale

Selbst gesetzt > Gewohnheit > Vertrautheit
Gewohnheit ist banal, nicht bewusst
Ritual ist bewusst > heilig; taktgebend, erdend / Ziel: Verlässlichkeit, Energieersparnis

Unterschied zu gesetzten (fremden) Ritualen
Aspekt Zwangserkrankungen

Einheitstiftendes Element des Rituals

Die Rückseite des Rituals ist die Angst

Woran erkenne ich, dass ich mich geirrt habe?

Oder: ich liege richtig, aber die Umgebung liegt falsch

Festmachen an Gefühlen; am Misserfolg

Sokrates-Bsp. > Tugend ist Wissen; erst im Nachhinein zeigt sich das 'Weniger'

These: Irrtum, wenn Entscheidung getroffen wird, die relevant und falsch ist


¿Kunst?


Diskussionsverlauf

Kommt Kunst von können?

Sinnstiftend als Schaffensakt; Sinn: etwas zu genießen (?)

Nur Mensch schafft Kunst / Kunstwerk? (Vogelnest, Spinnennetz, Planetensystem
vielleicht sogar komplexer als, was Mensch kann

Kunst aus 'anderer Ebene' der Wahrnehmung
Kunst als Kommunikationsform (Mitteilung von Prozessen / Entwicklungen)

Unterscheidung Kunst / Kunstfertigkeit
Kunst geht über Notwendigkeit hinaus / Schöpfer ist nicht frei, unter Zwang; Produkt ist frei, bezuglos

Bedeutung von: Wer? Wann? Warum?

Vom Selbstverständlichen zum Verselbständigten (historisch)

Anerkennungsaspekt? Etwas Tolles hervorbringen

Postmodernes Gesellschaftssystem als Kunstwerk (im Sinne von künstlich) < > Kunst als darüber hinausgehendes
Ist das Denkmodell die Ursache der 'Wirklichkeit'?
Kunst als bestmögliche Darstellung der Zeit, in der wir leben

Aspekt des Wirtschaftssystems und des Kunstmarktes
Aspekt der persönlichen Verhältnisse des Künstlers
Inwiefern wirkt sich dies auf die Frage: Was ist Kunst? aus?

Kunst ist nicht ein Können sondern ein Wollen

Ist Kunst so weit reduzierbar, dass auch trendfreie (zeitfreie) Kunst?

Kunst gibt es nur, weil es den 'jetzt' lebenden Betrachter gibt
Aber: Kunst ist nicht beliebig; Kunst hat Eigenzeit, Intensität, Eigenlogik

Zwei Räume:
Kunst als Gegensatz zu Natur: Fertigkeit, Produkt; reine Wirklichkeit; künstlich, handwerklich; je besser als: 'näher an der Natur'
Kunst als Wesenheit: transzendent, transzendental; nicht sichtbar, erfahrbar; künstlerisch

Statt der Was- ist die Wie-Frage zu stellen
Kunst liegt beim Schaffenden / Selbstausdruck
Der Schöpfungsakt ist eher unbewusst; der Künstler stellt sich zur Verfügung; es handelt sich aber um einen unverfügbaren Gnadenakt; der Beobachter wird davon berührt

Kann man Minimalkonsens suchen?
Vielleicht physiologisch: unterschiedliche Erregungspotentiale (falscher Zugang?)

Kriterien von Kunst:
- Gegenwart spricht sich aus
- Berufung des Künstlers (Lebensaufgabe)
- Sich-Auskennen des Künstlers
- philosophischer Unterbau (gedankliche Auseinandersetzung mit dem Gegenstand)
(- wo jemand in seinem Element ist)

Klassik als zeitloses Kriterium?

Wer definiert Kunst?

Differenzierungsprozess von Rationalität (Rationalitätstypen)
Theorie – Praxis - Ästhetik
Ästhetik differenziert sich als autonome Qualität, nicht als zeitlose Wesenheit > zeitlicher Formbegriff
im ästhetischen Diskurs tun sich wiederum Differenzierungen auf:
Ereignisbegriff, Reflexivität (selbstreflexive Kunst)
Adorno: Kunst ist Vorrang des Objekts / Befreiung von Beherrschung / instrumentelle Rationalität vs. ästhetische Rationalität
Kunst als Gesellschaftskritik (ist überholt)
Was kann das Bild, wenn es kein Abbild mehr ist? > Abstraktion und Umkippen in Realraum (Happening-Charakter; Beuys)
Kunst ist nicht mehr so werte-orientiert
von Kunstkritik zu Kritik der (gegenwärtigen) Kunst bzw. des (gegenwärtigen) Kunstverständnisses

Kunst ohne Wahrheitsbezug rutscht in Beliebigkeit ab vs. Kunst hat heute nichts mehr mit Wahrheit zu tun

Kunst als Mittel zum Zweck (z.B. Künstler > Kunsttherapie)
Kunst als Selbstheilung

Kunst vor allem als Bildende Kunst – andere Kunstbereiche haben auch eigene Begrifflichkeit (Assoziation Kunstunterricht)
aber: Kunstbegriff der Künstlerzentrierung ist Verengung: > Lebenskunst

Kunst als Verherrlichung der Mächtigen (repressive Kunst) < > emanzipative Kraft der Kunst

Warum gibt es überhaupt Kunst? Funktion der Kunst – wogegen sie sich aber wehrt: Funktion tritt erst hinzu

Kunst im historischen Raum – unzeitgemäße Rezeption – Kunst auf der Höhe ihrer Zeit
historisch: von funktionaler Kunst zu Autonomie der Kunst > keine gesellschaftliche Funktion oder gesellschaftlich-aufklärerische Funktion (mehr)
Differenzierung in eigenlogische Prozesse (Baumgarten: cognitio sensibilis)
ästhetische Rationalität mit Korrekturfunktion (gegenüber z.B. instrumenteller Rationalität)
Worin besteht die ästhetische Eigenlogik im Dreieck Werk-Produzent-Rezipient?
Schlimm: Kunst hat sich in Autonomie / Eigenlogik dem Leben entfremdet

These: Je genialer ein Kunstwerk desto zeitloser
aber: Kunst kann sich für den Einzelnen abnutzen

Autorenproblematik: Künstler und Rezipient sind Beobachter (Luhmann) – Gegensatz zur Genieästhetik

Reflexionscharakter / persönliche Reflexion

Objekt erst sichtbar im Absehen von Verwertung

Religion wurzelt auch im Irrationalen, will aber beruhigen

Kunst lässt auf schadlose Art und Weise aktiv werden

Politische Bedeutung der Kunst und Problematik der Individualisierung der Kunst
Kunst auch als Feiern des Bestehenden
Luhmann: Eingebundensein in systemische Funktionen – Befreiung durch Kunst (auf individueller Ebene)

Isolierte Ereignisse, die nicht mehr Teil von uns sind (Disneyland / Oper)

Was will der Künstler? Was will der Inhaber (Aussteller) der Kunst? Was sieht der Betrachter?

Antike: Gott schafft aus Notwendigkeit / Christentum: Gott als freier Schöpfer

Kann Kunst sinnstiftend sein? Für wen? Künstler, Gesellschaft?
Weg weisen / Augen öffnen

Kunst nicht zur Heilung, sondern als Möglichkeit des Glückens von leben (nicht wahnsinnig werden, nicht als Revoluzzer scheitern)

Kunst als Beruf / Kunst lebensdienlich > Designproblematik
Moment des Irregulären, das dabei sein muss
Disney > Madonna (Pop) > Monets Seerosenbilder (auch: Problematik der 'Vervielfältigung')

Kriterien der Forderungen an den Rezipienten
> Kunst ist nicht massentauglich (soll nicht massentauglich sein?)
Kunst soll aber (pädagogisch) wirken können

In Kunst geht es heute nicht mehr um Botschaften
Individualisierung des Künstlers
Diskurs um Subjektivität
Selbstreflexive Form der Wahrnehmung

Lebenskünstler – zwischen Bürger und Künstler
kann sich arrangieren
'Leben' profan oder 'heilig' gemeint?
besserer Begriff: Artist
Künstler setzt sich dem gesellschaftlich Gegenwärtigen (radikal) aus; Mut, sich unangenehmen Lebensverhältnissen auszusetzen

Mit Beginn der Moderne Verzicht, Kunst zu definieren
Auftrennung von Ästhetik dun Kunst in der Moderne (dadurch Aufgabenfeld für Kunstphilosophie)

Bedeutung des Erster-sein
Individualisierung des Künstlers, der dann einen Markt finden muss / steht vor dem gesellschaftlichen Auftrag
geht aber eigentlich um Lebensform und nicht um Beruf

Je domestizierte Kunst: erst von Religion, dann von Mäzen / aber immer schon auch: Künstler bringt sich selbst ein; stört, provoziert

'Könnerschaft der Aura'
Künstler ist beeindruckt und drückt das aus (> 18. Jh.)

Kunst repräsentiert in unserer Zeit kapitalistische Inhalte

(Perspektive:
Neue Sicht wird dominant gegenüber dem Inhalt (überwältigt den Betrachter)
oder: Form in Diensten des Inhalts)

Unterscheidung:
Künstler, der unter Umständen nicht weiß, was er da tut (ästhetischer Diskurs und theoretischer Diskurs)
Kunsttheorie, die den Künstler einordnet (unter Umständen zu Marketingzwecken)

Mediale Diskurse, die sich verselbständigen > Subjektdiskurs
z.B. Dechamps: Worin besteht der künstlerische Herstellungsprozess?
Kunst wird zur Bühne, zur Selbstdarstellung; im Subjekt selbst bricht etwas auf
entsprechend im 20. Jh.: Kunst wird kommentarbedürftig, Künstler wird zunehmend auch Theoretiker

diskursiv vs. intuitiv
Betrachterblick, der ganz anderes sehen kann als der Produzent meint
> zu verstehen als Vorzug der modernen Malerei

Können wir die Begriffe definieren, oder erklären sich die Begrifflichkeiten auch durch die Präsentation?

Von 'Was ist Kunst?' zu Relationenfragen:
Verhält sich Kunst zu Wissenschaft wie Romantik zu Aufklärung?
Verhältnis Kunst – Philosophie?

Kunst erweitert die Erkenntnis um das von ihr Ausgeschlossene (Adorno)
zusätzlicher Raum, der sich da bildet (ähnlich Religion?)
Kunst etwas über die Philosophie hinaus / oder: Kunst wird Rolle in einem System (philosophisch; wissenschaftlich) gegeben

Künstlerische Tätigkeit als Inspiration und Arbeit am sinnliche, ästhetischen Material; Inspiration kommt durch Arbeit am Material (Adorno: im künstlerischen Material verschwindet der Künstler)
Rezipient: Moment der Kontemplation und Moment der Verständnisarbeit

auch: Stolz, der einen erfüllt bei Betrachtung eines Kunstwerks: was der Mensch kann

Deleuze: Philosophie schafft Begriffe; Kunst schafft Sinnesaggregate / immer neue Form von Endlichkeit

Zeitgeist: Stand des ästhetischen Materials plus Reflexionsgeschichte des künstlerischen Materials (da muss man durch, wenn man Künstler werden will)
kann aber unbewusst durchlaufen werden
Das Spezifikum ist, was formal abläuft

< > Dadaismus: kein Protest; Ausdruck wie kindliche Freiheit; aber gegen Tradition im Allgemeinen; gegen bürgerliche l'art pour l'art (Kunst als Kompensation, vom Alltag abgehoben)
Diskurs nicht mit der Tradition, sondern als Auseinandersetzung von Kunst und Leben
Das Profane darf in die Kunst

These: Was beim Rezipienten abläuft: alter Geniebegriff: für mich nicht einholbar, aber mir noch verständlich, was ich da sehe
Bedeutung der Energie, die in einem Kustwerk steckt – und mir zusagt oder nicht
aber: Kunstrezeption nicht als Amusement

Kunst ist das Loch in der Wahrnehmung (auch im öffentlichen Raum)
Ereignischarakter ist dabei wesentlich
Wahrnehmung soll/darf zur Selbstreflexion verführen (nicht nur Kompensation, sondern Korrektur)
aber die Selbstreflexion ist nicht unbedingt bewusst rational / Aufforderungscharakter

Welche Rolle nimmt der Rezipient für die Schaffung des Werkes als Kunstwerk ein?

'Kunst will unterhalten' (Reich-Ranicki) vs. Kunst ist Originalität (schließt sich das aus?)
Unterhaltung in Relation zur Sensibilität des Rezipienten

Kunst konsumieren, um sich von anderen abzusetzen (?)

Identitätsbildung über Kunst
Ästhetische Erfahrung ist Erschütterung der Identität (Unterhaltung hingegen ist Zerstreuung)

Nicht: 'Kunst ist ...', sondern 'Kunst kann sein ...'
Parallele: Wittgenstein: Was ist ein Spiel? Nicht beantwortbar; gibt Gemeinsamkeiten, aber nicht bindende Prinzipien

Muss Kunst sich erweisen?
Durch den Rezipienten entsteht (immer) eine Zweckhaftigkeit
Auf der Künstlerseite: Beliebigkeit, Freiheit
auf der Rezipientenseite: Notwendigkeit

Erschafft der Künstler den Rezipienten (oder erschafft der Rezipient den Künstler)?

Sartre: Unauthentischer Zustand des Menschen ist der normale – Versuch der Authentizität /Originalität

Das Kunstwerk hat keinen Fakt, es ist ein Aktivitäten

Im Kunstwerk steckt eine gesellschaftliche Vision
Trias Schöpfer-Kritiker-Betrachter (Künstler ist dabei schon alles drei)
IM Extrem geht es dem Künstler darum, dass alle es so machen

Wie herum MUSS das Bild hängen?

Im Vordergrund sollte doch stehen: Unsere eigenen künstlerischen Fähigkeiten entwickeln, nicht: Kunst aufs Podest heben

Bedeutung des Ansprechens von 'Tiefendimensionen'
(> Kunsttherapie, besser: Maltherapie)
Hierarchie von 'Kreisklasse bis Bundesliga' – Woher die Kriterien für die Hierarchie?
Maltherapie hat Teil an Kunst im Entwerfen neuer Räume, aber Könnerschaft fehlt ('unbewusste Kunst'? )
Wurzel der Kreativität und Kunst im Alltag
Kunst ist nicht Ausdruck subjektiver Emotionen, Kunst ist hochbewusster Prozess

Jedes Kunstwerk stellt wieder neu die Frage (nach der Kunst)

Bedeutung des Rezipienten
Bsp. Bilderstreit: Zerstörung der Bilder, weil erst Rezipient (das Kreuz zum) Idol macht
Das Kunstwerk teilt sich mit vs Kunstwerk ist identisch mit der Absicht des Künstlers

Gibt nicht 'eine Wahrheit' im Kunstwerk
Was im ... Jahrhundert zu Rembrandt gesagt wurde, gilt heute nicht, aber heute wird immer noch (anderes) zu den Werken gesprochen

Resumee:
zu viel 'Künstler', zu wenig 'Rezipient', zu wenig 'Kunstwerk'