Die Projekte Philosophischer Gesprächskreis


Aktuelles Thema ab 22. Januar 2020: Zukunft: Worauf können wir hoffen?

Die nächsten Termine:

Frühestens wieder 29.4., 13. und 27. Mai, 24. Juni, 8. Juli 2020.


Diskussionsverlauf

Schwerpunkt des Themas wohl eher Zukunft denn Hoffnung

Ist Zukunft = Hoffnung? (als Entwurf machen)
Entwurfcharakter, der über der konkreten Zeit steht

Ob ich an die Zukunft glaube? KI, Fridays for Future

Wissenschaftliche Wahrheit der Zukunft (Weiterbestand der Naturgesetze)
'Die Wissenschaft regelt das' – Bedeutung des Menschen für die Umsetzung, also nicht Technologie alleinSichert die wissenschaftliche Versicherung unsere Zukunft?

Wissen nicht, was Morgen passiert und nennen es 'Zukunft'

Sind wir zukunftsbesessen?

T: Zukunft ist unmittelbar mit Solidarität verbunden
ehemalige Solidargemeinschaft ist auseinandergebrochen in den letzten Jahrzehnten

Verlässlichkeit der Zukunftsbeschreibung unseres Verhaltens (Konsum, Wahlen etc.)

Romantik: 'Auf ins Ungewisse'

Wie stellen wir uns unsere Zukunft vor?

Bedeutung der Machtfaktoren – außerhalb der Mandatsträger (z.B. Wirtschaftstreffen Davos)

Die ältere Generation unterstützt zunehmend die Jungen (Fridays for Future)

Durch politische Aufklärung Abkehr von den Machenschaften der Mächtigen und Veränderung der Machtverhältnisse

Wachen erst auf, wenn die Katastrophe bei einem selbst ankommt > "Wo aber Gefahr ist, wächst das Rettende auch” Hölderlin

Objektiv spricht vieles für Entwicklung zum Guten, soziale Parameter zeigen nach oben ("Aufklärung jetzt" von S. Pinker)

Man müsste eigentlich die Befürchtungen und nicht die Hoffnungen bzgl. Zukunft ins Zentrum der Diskussion setzen
Befürchtungen individueller Art treten gegenüber Befürchtungen sozialer Art bzw. ums große Ganze in den Hintergrund

Zuversicht als philosophische Tugend – offen für Neues ohne die Zukunft zu kennen

Wissenschaftliche Sicht fördert Sicherheit, es sei wie es sei. Aber bei Sicht auf nahende Katastrophe?

Verzicht als Chance: Zynisch, dem Einzelnen die Verantwortung zu übertragen vs. Hoffnung durch 'Graswurzelbewegung'

Ist zuversichtliche Agilität eine Frage des Alters?

Welche Einstellung haben wir zur Zukunft, passiert sie eher einfach oder ist sie eher gestaltbar?
Das fiel den meisten schwer sich darauf einzulassen, der physikalistische Hintergrund war dominant.

Beispiel: Es käme ein Terrorist herein und wolle uns alle umlegen > Zukunft passiert. Aber wir haben ja jeweils schon vorher für uns entschieden, heute und jetzt hier zu sein. Außerdem: Der Terrorist ist ja gerade ein gutes Beispiel für die aktive und wirkmächtige Gestaltung der Zukunft in seinem Vorhaben.

Menschen wohl doch (von Natur aus?) eher neugierig, aktiv, kreativ als schicksalsgebunden, passiv bis ohmächtig-untertänig.

Unterscheidung individuelle Zukunft und globale Zukunft - sinnvolle Differenzierung.

Weiters wurde der Zeitbegriff befragt auf seine Gradlinigkeit oder Nicht-Gradlinigkeit.

T: Alternativlosigkeit (bzgl. der Gegenentwürfe) zu unserem System, dass zwar an Alternativmöglichkeiten geforscht würde, es aber keine gäbe (bislang und wohl auch zukünftig). Also in Bezug auf unser Thema: Hoffnung oder Befürchtung?

Soll geplant und kontrolliert werden, oder sollen wir es laufen lassen?